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Diese Zeilen bekam ich
am 28. Mai 04 von Herrn Förster zugesandt. Wir habens
uns im Allmistery- Forum getroffen.
Hallo,
ich hatte ja mal bereits eine E-Mail geschickt
in denen ich die Lösungsvorschläge auf ihrer Yellowstonepage
"leider!" als unbrauchbar widerlegte. Es scheint
nichts zu geben was den Ausbruch verhindern könnte.
Wenn der Yellowstone-Vulkan ausbricht, wird
die Hauptmenge plinianisch gefördert. Über die Anfangszeichen
und das Ende des Ausbruchs kann (fast!) nur spekuliert werden.
Wahrscheinlich wird der Ausbruch des Yellowstone-Vulkans wie
folgt verlaufen:
Das Magma der Yellowstone-Magmakammer ist in
der Dachregion felsisch, das heist dieser Magmentyp kann nicht
fliesen, er ist zäher wie Teer. Dieses sogenannte Rhyolith
entsteht wenn dünnflüssiger Tholeitbasalt über
Jahrtausende in der Erdkruste bleibt und sich differenziert.
Dabei trennt sich das Magma in seine Bestandteile auf, das
gasgesätigte Rhyolith steigt auf und bildet den oberen
Teil der Magmakammer, der schwere Basalt bleibt unten und
bildet den unteren Teil sowie den "Bodensatz".
Dieser Vorgang setzt sich immer weiter fort,
die Kammer wächst....
Kommt es zu einem Ausbruch würde folgendes passieren:
Das gasgesätigte Rhyolith drückt gegen die Kammerdecke,
in der Caldera merkt man dies indem der Boden sich anhebt(dies
passiert auch während der Füllung der Kammer).
Durch das Aufwölben entsteht im Magma eine "leichte"
Druckentlastung was das Magma schneller sich ausdehnen lässt,
der Calderaboden steigt nun stetig schneller an. Dieses Aufwölben
kann auch begleitet sein von Dombildung
(ein Dom ist nicht mehr wie ein Lavastrom, der,
da er zu zäh zum fliesen ist, sich aus dem Förderkanal
(Förderkanal ist zu eng sodas der Hauptausbruch nicht
folgt und oder keine kontinuirlich durch den Kammerdeckel
gehende Spalten gen Himmel türmt), wenn sich etwas Rhyolith
durch den Kammerdeckel durchgezwängt hat.)
Je mehr sich der Calderaboden hebt desto stärker wird
das Rhyolith-Gasgemisch entlastet und das bewirkt wieder eine
schnellere Hebung. An den Tagen bevor der Hauptausbruch kommt,
kann es sein das die Mitte des Kammerdeckels über 100m
gehoben wurde.
Die Initialphase:
Der Hebevorgang erzeugt großräumige Brüche
zunächst in der Mitte des Kammerdeckels.
Die Brüche in der Mitte des Kammerdeckels erzeugen plötzlich
starke Druckentlastung. Aus der Mitte des Kammerdeckels schiesst
nun eine plinianische Säule(eine Jetstrahl der mit bis
zu Mach 4 aus dem Krater schiesst) aus Bims und Asche mehrere
Kilometer in die Luft. Das Rhyolith steigt in diesem Schlot
auf, je näher es an die Erdoberfläche kommt desto
schneller wachsen die Gasblasen im Magma, wenn sie platzen
fragmentieren sie das Magma in winzig kleine Körner.
Der Hauptausbruch:
Die Druckentlastung hat zur Folge das der Kammerdeckel nun
plötzlich absinkt. Das erzeugt rund um den Kammerdeckel
Ringbrüche.
In den Ringbrüchen steigt nun die Hauptmenge Rhyolith
auf, während in der Mitte des Deckels der "kleine"
Ausbruch verstummt, jagt nun rund um den Deckelrand eine Säule
aus Asche, Bims und Gas bis zu 60km hoch in die Luft. Die
Initialexplosionen sind so gewaltig das Blöcke von der
größe eines Hauses mehrere Kilometer weit weggeschossen
werden, es entstehen Druckwellen die 10km-100km vom Ausbruchszentrum
mit Schallgeschwindigkeit über die Landschaft pflügen.
Während nun wenige Tage lang rund um den Kammerdeckel
Asche mit bis zu Mach4 konitnuirlich ausgestoßen wird
beginnt schon seit Anfang der Haupteruption der Kammerdeckel
in die Magmakammer einzusinken.
Gegen Ende der Hauptausbruchsphase lässt der Gasdruck
nach, die Aschen werden mit immer weniger Geschwindigkeit
ausgestoßen, die Eruptionssäulen verlieren an Höhe,
schliesslich erreicht der Austoß den unterschallbereich,
der Hauptausbruch wurde beendet.
(In der Hauptphase können in wenigen Tagen bis zu 2500km³(erster
Yellowstone-Ausbruch) eruptiert werden.)
Die Endphase:
Der große Ausbruch hat jede Menge Wege frei gemacht
um die Basaltlava zu eruptieren, die sich am Grund der Magmakammer
befinden. In den folgenden Jahren bis Jahrhunderten entstehen
in der neu entstandenen Caldera oder in der Nähe basaltische
oder intermediäre Vulkane, die wie wir sie aus dem Bilderbuch
kennen, rote Lava spucken und relativ harmlos sind.
Aber auch hier können noch beachtliche Mengen Magma gefördert
werden.
Der Neubeginn:
Die basaltischen Vulkane verstummen relativ schnell wieder,
da die Zufuhr zum Mantel immernoch besteht wird die Magmakammer
neu aufgefüllt, die Magmakammer wächst wieder, bis
dann in den nächsten 600000 Jahren.
Anbei sind Skizzen an denen man dies besser
erkennen kann.
MfG,
Scoria-Cone :-)
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