Der kollektive Schweinehund...
(dieses
soll einfach mal beschreiben, wie unsere Art und Weise funktioniert,
Realitäten zu erfassen und entsprechend zu bewerten.)
Das menschliche Selbst
setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen..
Zuerst mal aus dem bewussten
Dasein und des weiteren des unbewussten
Daseins
Bewusstsein
Unbewusstsein
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\
/
1. Dem
inneren Ideal
2. Dem
innere Schweinehund
3. Dem
eigenen Willen
4. Dem
eigenen Pflichtgefühl
5. Dem
eigene Selbst
6. Dem
eigen erfahrbaren Überselbst
Sie bestimmen die Hauptausrichtung der gesamten
Erscheinung der Existenz
einschließlich ihrer zurückreflektierten Auswirkungen,
die aus dem Umfeld zurückgespiegelt werden
Die reflektierten
Identitäten:
7. Das
äußere Ideal (Reflektiert in den Ideal-Normen der Gesellschaft
wie Glaube und Hoffnung, Ethik und Moral, Befriedigung der notwendigen
Bedürfnisse)
8. Dem
äußeren Schweinehund (Reflektiert in den Lust und Laune-Gefühlen
der Gesellschaft wie Triebhaftigkeit und Lust, Befriedigung des Egos und seiner eigenen
Bedürfnisse)
9. Dem
kollektiven Willen (Gesellschaftlicher emotionaler Druck,
Anpassungszwang an die Gesellschaft)
10. Dem kollektiven Pflichtgefühl
(Gesetzgebender rationaler Druck, Ordnungsexekutive der gesellschaftlichen
Norm
11. Dem kollektiven inneren Selbst
(Religiöse, ethnische und moralische gesellschaftliche Selbstachtung)
12. Dem kollektiv erfahrbaren Überselbst(Institution
wie Gott, das globale Kollektiv, das Leben selbst)
Das macht also insgesamt 12 Grundparameter aus,
die das eigene Existieren und das darin vorgenommene Handeln aus.
Diese lassen sich durch die jeweiligen Betrachtungsweisen(Konstellation
der verschiedenen einnehmbaren Standpunkte) und durch die jeweiligen
Situationen(die verschiedenen momentanen Sachzwänge) ganz unterschiedlich
zusammen kombinieren, so das sie letztendlich immer eine Handlungsfähigkeit
hervorbringen. (wie auch immer diese ausfällt)
Der Prozess funktioniert eigentlich unabhängig
von den gesellschaftlichen Normen, da diese erst bestimmen, welche
der verschiedensten Betrachtungs- und Entscheidungsroutinen letztendlich
zur Anwendung kommen, da das eigene Tun ja in einer Gesellschaft
miteinander koordiniert werden muss. (Schon wenn man sich mit
nur einer zweiten Person zusammentut, beginnen diese Prozedere
zu wirken)
Dabei
kommen dann jeweils bestimmte Reihenfolgen der Informationsverarbeitung
zur Anwendung...
Die
eigene Psyche induziert
über das Gefühl zuerst mal eine emotionale
Einstellung gegenüber der momentanen, in Konfrontation
stehenden Situation, welche auf die Schnelle zuerst mal ermittelt,
WIE diese Situation beschaffen ist, WIE sie wirkt, und
ob und wie etwas an ihr zu verändern wäre.(Das intuitive
Datenerfassungsprogramm)
Dieses
bewirkt zuallererst mal eine Schnell-Einschätzung
der momentanen Ist-Situation, ob sie eine momentane Situation
eine Gefahr oder eine Bedrohung für das eigene Selbst darstellt,
oder eine sonstige, wie auch immer geartete, notwendige „Schnellreaktion“
erfordert.
Ist
dieser Schritt erledigt und die
eigene Existenz in "Sicherheit" gebracht,
so schaltet sich die Vernunft ein und analysiert erst mal die
Lage mit all dem schon vorhandenen Wissen, und arbeitet mit den
beim Umgang der entsprechend momentan erlebten Situation entstehenden
Gefühlen Hand in Hand... Sie vermitteln dem Ich-Bewusstsein, wie
"sinnvoll" sich die eigene Handlung passend zum Geschehen
entwickelt und zur weiteren Beherrschung der Situation beiträgt.
Wurde
nun der momentanen Augenblicks-Situation genügend Aufmerksamkeit
gewidmet, so lässt sie sich zufriedenstellend behandeln und im
Gedächtnis ablegen.
Dann
beginnt ein neuer Situationserkennungs-Prozess für den nächsten
Augenblicks-Wahrnehmungskreislauf. (so fügt sich ein Erlebnisframe
hinter den Nächsten und generiert uns unseren jeweiligen
"Daseinsfilm" unserer jeweiligen eigenen Existenz
So reiht sich also eine Augenblicks-Situation
an die nächste und ermöglicht so im Normalfall, einen fortlaufenden
kontrollierbaren „Erlebnis und Handlungsfilm“.
Lebe ich in der Einsamkeit
ohne große Situations-Veränderungen, so braucht dieses nur eine
minimale psychische und physische Energie.
Findet sich nun das
einzelne Individuum in einem Kollektiv mit anderen Individuen(Nachbarn,
Mitbewohner, Dorfbewohner usw..) so muss dieser eigene interaktive
Erlebnisfilm natürlich mit all den anderen unmittelbar beteiligten
Individuen aufeinander abgestimmt werden, was sich je nach Anzahl
der unmittelbaren Kontakte zu einer recht anstrengenden Angelegenheit
entwickeln kann, welche im Extremfalle zu enormen Belastungen
wie auch zu Überbelastungen und Kurzschlussreaktionen führen.
Es kommt also sehr
darauf an, sich mit all den anderen „Handlungsfilmen“ all der
anderen, (mich momentan umgebenden oder wichtigen Individuen)
mit einer angemessenen Geschwindigkeit zu begegnen.
Die
Datenaustausch- und Verarbeitungsgeschwindigkeiten entscheiden
letztendlich, wie gut diese einzelnen individuellen Erlebnis-Prozesse
aufeinander abgestimmt werden können.
Jetzt kommt natürlich noch ein zusätzlicher Faktor
ins Spiel...
Die
technisierte Kommunikation!
Sie
ermöglicht, uns mit enormen Informationsmengen in enorm kurzen
Zeiten zu konfrontieren..
Mit der Wirkung, das wir immer mehr und immer
stärker unter einer informellen Überbelastung aussetzen, die unser
Gehirn sowie auch unser Bewusstsein an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit
bringt. (Und sie gar inzwischen immer häufiger überschreitet!!)
Dieses wiederum wirkt sich so aus, das all die
Informationsinhalte nicht mehr richtig wiedergespiegelt bzw. verarbeitet
werden können. Dabei erfahren also die Inhalte eine Verzerrung
ihrer „Wirklichkeits-Bedeutungen“, die uns verbieten, einen Sachverhalt
noch korrekt aufzunehmen, ihn korrekt aufzuarbeiten und sie korrekt
wiederzugeben...
Unsere Realitätswahrnehmungen
werden also im Grunde regelrecht verbogen, was zu einer eindeutigen
Fehlinterpretation des wahren Informationsgehaltes führen.
Wenn man sich die Bedingungen in unserer inzwischen
„medienterrorisierten“
Umwelt mal näher betrachtet, so bleibt kein Zweifel, das wir momentan
an einer absoluten Informationsüberflutung leiden, welches den
meisten Menschen aber überhaupt noch nicht ins Bewusstsein getreten
ist, weil sie inzwischen so sehr darin verstrickt sind, das sie
nicht mehr unterscheiden können, welche Informationen für sie
nun wirklich relevant sind und welche nicht.
Aus sämtlichen Outputkanälen wie Zeitung, Funk,
Fernsehen, und Internet quellen inzwischen Datenströme über alle
Massen auf uns ein und ertränken uns regelrecht in Informationen.
Wie soll dieses nun ein einzelnes Individuum noch mit seinem armseligen
kleinen Gehirn alles noch schaffen?
Das Gehirn beginnt, sein aufgenommenes Wissen
zu strukturieren.
In Bereiche, die einem wichtig erscheinen und
in Bereiche, von denen man nichts wissen will...
Dabei wird die Auswahl der Daten zuerst durch
persönliche Bedürfnisse gesteuert, die wiederum von den jeweiligen
momentanen Interessen gelenkt und geleitet werden. Erst danach
werden auch die Informationen verarbeitet, die zu bestimmten,
systemübergreifenden Gesellschafts-Prozessen Verwendung finden(Beruf,
Familie, Öffentlichkeit) Des weiteren konzentriert sich das Gehirn
darauf, all die aufgenommenen Informationen so zu verwalten, das
sie schneller verarbeitbar werden. (Die eingehenden Daten werden
mit emotionalen Erinnerungen „markiert“ um sie auf der Festplatte
schneller wiederfinden zu können um sie der Erinnerung zugänglich
zu machen)
Diese finden wiederum nach geometrisch geordneten,
datenstrukturellen statistischen Gesichtspunkten statt, je nach
dem, in welche Beziehungen all die verschiedenen Informationen
jeweils in Bezug zueinander zu bringen sind..
Normalerweise macht dieses das Gehirn sowieso
auf seine jeweils beste Art und Weise. (jedes Gehirn nach seiner
jeweilig eigenen neuronalen Verschaltung, die von seinen
jeweiligen Geburts-Umständen und seinen jeweiligen Umgebungs-Vorraussetzungen
beim Aufwachsen und sich entwickeln bestimmt werden)
Doch
genau darin liegt ein fettes Problem!!
Durch
unsere z.T. ungeheuer
verschiedenen persönlichen Entwicklungen(Durch unsere gesamte
Geschichte und durch die Folgen von den beiden Weltkriegen insbesondere
bestimmt) benutzen wir natürlich auch unsere jeweiligen Gehirne
verschieden und interpretieren ein und die selben Daten auch jeweils
verschieden!(Elterliche Verhaltensmerkmale und Meinungsbildung
werden meist unbewusst und unreflektiert an die Kinder weitergegeben)
Als Beispiele:
Der „Ewig zu kurz gekommene“ oder „ das Eichhörnchen“
oder die „diebische Elster“ ", all die "Freund-Feind-Verhältnisse"
oder der „ungeliebte Sohn, Tochter“Bezug, die unsinnigen Eifersüchteleien
usw. usf... All diese Eigenschaften, die sich in der menschlichen
Psyche eben so wiederfinden lassen und zum Teil schon seit Jahrtausenden
über unsere Instinkte noch immer in uns wirken...
Und durch eben die in der heutigen Zeit ungeheuer
angestiegenen Informationsmengen können erst recht nicht ein und
der selbe Inhalt von jedem gleich aufgefasst werden.
So kommt es also zu all
den Miss-Deutungen und Verdrehungen von „Meinungen“ bzw. von „Wahrheiten“,
mit all den gesellschaftlichen Folgen, die sich über Streits,
Mord und Todschlag, Neid und Missgunst sowie all der sonstigen
Verbrechen, wiederfinden lassen, sowie in all den überlasteten
Gerichten und Unmengen an Anwaltsarbeit weil eben bestimmte Sachverhalte,
Bestimmungen oder Gegebenheiten eben nicht mehr korrekt erfahrbar
sind.
Des weiteren spielen natürlich auch die unterschiedlichen
Vorstellungen von „Gerechtigkeit", "Verteilung"
und „Ordnung“ eine elementare Bedeutung, da diese ebenso von jedem
Gehirn des entsprechenden „Besitzers“ anders interpretiert wird.
Fazit:
Um weiterhin eine vernünftige Gesellschaftsordnung
und Struktur zu gewährleisten, wäre es dringendst erforderlich,
einige Kompliziertheiten, die unser Leben überall bestimmen, zu
vereinfachen und zu rationalisieren, sie anzugleichen, um eine
zielgerichtete und aussagefähige Handlungsfreiheit eines Staates(Kollektiv)
und seiner einzelnen Mitglieder zu gewähren.
Nur so kann ein Staat wie auch das Individuum,
sich den zukünftigen Anforderungen der zukünftigen kommenden Situationen
stellen.
Es wird also an der Zeit,
den Reformgedanken auf eine neue Ebene zu stellen, einer Inneren
Reform den Vorzug zu geben, der nicht nur den kleinen Arbeiter
und dem durchschnittlichgebildeten Volke Veränderungen abverlangt,
sondern auch den Lenkern und Leitern wie die Regierung und all
den Industrie-Trusts, denen es scheinbar inzwischen an der Verantwortung
mangelt, sich auch für ihr Tun und Handeln zur Rechenschaft ziehen
zu lassen.
Der Schwächere soll bluten, während die
intelligenten, oberen Zehntausend ihre fetten Partys auf deren
Kosten feiern??
So kann und darf das nicht bleiben!
In diesem Sinne...............................JGC am Freitag, den 19 Januar 2007