Realitäts- Studien 

 

Wie erlebe ich mich als "ICH"?

 

Wahrnehmung benutzt das Prinzip der Rückkopplung auf das ureigenste Selbst.

Würde ich jetzt mal rein hypothetisch einen schweren Unfall haben und mein Körper wäre so zerstört, das mich jede heutige Medizin nur noch "wegwerfen" kann, und ich jetzt mal rein hypothetisch einen Zeitsprung machen könnte in eine Zeit, wo Ärzte so etwas doch zusammen flicken können, so stelle ich mir folgendes Szenario vor: ...

Ich liege in einer futuristischen Lebenserhaltungs- Maschinerie und kann keinen Mucks machen. Zuerst werden mir beide Arme und Beine amputiert. Sie sind zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich bekomme dafür wunderbare biosyntetisierte Kunstglieder, die besser funktionieren als meine eigenen.

Danach entfernt man mir noch die Leber, die Niere , Lunge, Magen und Darm. Sie sind total zerfressen und verätzt. Als Ersatz werden mir von den Technopäpsten entwickelte Organiplate eingepflanzt und in meinem extra dafür eingepflanzten Energie- Speicher verbunden.

Meinen Kopf hat es ebenfalls sehr in Mitleidenschaft gezogen, (der Schädelknochen ist in mehrere Stücke gebrochen und das Gehirn zum Teil zerstört) Spezialisten entfernen sämtliche nicht benötigte Gehirnbereiche um mein zentrales Stammhirn und ersetzen es durch ein unaussprechliches Konstrukt aus Bio- Chips und syntetischen Nervenfasern.

Meine Haut ist so zerrissen, das dafür nur ein künstlicher Bio- Forte Mantel in Frage kommt. 2/3 meiner Knochen und Muskeln sind ebenfals zermalmt und nur noch gut für Zell- Rekonstruktionen. Diese werden durch Standart- Funktionselemente ausgetauscht. Völliger Funktionsausfall meines Herzens beschert mir noch einen ionengetriebenen Pulsschlag- Motor.

So. Nun bin ich wenigstens auf einem niederigeren Lebensstandart wieder hergestellt. (auch wenn noch diverse Kleinigkeiten wie Hoden, Penis und andere Kleinorgane nicht funktionieren)

Was bleibt noch von mir übrig? nur 5% Original, aber immer noch ich !!!

Wer und was bin ich denn nun?
Würden jetzt die dortigen Spezial- Ärzte mir auch noch alle anderen Teile entfernen, die nicht unmittelbar zur existenziellen Notwendigkeit des Daseins benötigt werden und durch Synto- Produkte ersetzt werden, so hätte ich äusserlich nichts mehr mit dem vorherigen Individuum gemein. Aber trotz allem wäre ich immer noch "Ich"

Das bedeutet also, das mein wesentlicher Anteil des Daseins irgendwo im innern meines zentralen Nervensystemes, meines Stammhirnes und des Rückenmarks zu finden sein muss. Als Sende- und Empfangsteil fungierend es mir ermöglicht, den Kontakt mit etwas grösserem, einer höheren Ordnung oder Master-Administrator (Überselbst) zu erhalten und sich mit ihm in Wechselwirkung zu begeben.

Das Überwesen benötigt mich als Kommunikator mit der Umwelt, da es durch mich fühlt, sieht, hört, denkt und handelt. Gesteuert durch Emotionen, Lust und Plichtgefühl, duch Erkenntnis und Begreifen nimmt das Überselbst aktiv am Leben teil, ohne von uns bemerkt zu werden. Und so soll es eigentlich auch sein, da nur dann ein reibungsloser Lebensablauf gewärleistet ist.

Wie glaube ich an mich und mein "Da" sein?

(In Wirklichkeit ist es also so, das ich als Mensch ein Sinnesorgan für das Kollektivwesen "Über- Ich" bin. Dieser "Übermensch" ist das, was allgemein als Gott, Allah, das Sein selbst, oder sonstwie bezeichnet wird.
Dieses Prinzip der "die Summe aller Teile macht das Ganze" findet sich in der Natur überall wieder.
Jede Tier- Insekten- und Pflanzenart ist in solche Kategorien eingeteilt. Naturvölker haben nicht umsonst so viele Götter, da ja tatsächlich jede Tier- und Pflanzenart ein kollektives Ganzes bildet.)

Zum Teil sind sich die einzelnen Individuen darüber zu einem gewissen Teil bewusst, der grössere Teil aber nicht.

Warum das Einzelindividuum sich meist nicht darüber bewusst wird, hat nur einen Grund:

Stellen sie sich vor, sie wären Gott. Und jeder Mensch fungiert als einzelne Zelle in ihrem Kollektiv-Wesen "Körper".
Was glauben sie, würde passieren, wenn plötzlich all ihre einzelnen Zellen absichtlich auf die Idee kämen, sich bei ihrem Bewusstsein zu melden und angenommen nur mal ein "Hallo, hier bin ich" von sich zu geben?.
Jetzt nehmen sie die Anzahl ihrer Zellen (100 Billionen?) und stellen sie sich vor, jede Zelle ruft gleichzeitig in ihrem Bewusstsein "Hier bin ich!"

Wenn sie gleich aus dem Fenster springen, dann haben sie vielleicht die schnellere Methode gewählt, dem Chaos in ihrem Geist zu entrinnen, wenn nicht, wird ihnen vielleicht ein lebenslanger Aufenthalt in der Nervenheilanstalt sicher sein. Vollgepumpt bis zur Kante mit Haldol oder was sonst noch für Litium- oder Brom-Präparate.
Sie könnten aber auch Glück haben z.B. weil sie doch ein wenig Plan von ihrem Bewusstsein haben und die Informations-Überflutung kanalisieren können.
Falls also jemals irgendwann jemand auf die Idee kommen sollte, an seinem Bewusstsein zu manipulieren, der muss wissen, auf was er sich da einlässt.

Gott, (oder wer auch immer es ist) will also gar nicht, das wir ihn laufend anbeten und unsere Probleme immer auf ihn abwälzen. Er erwartet von uns Selbsttändigkeit im denken und handeln.

Nur aus diesem Grunde gab er uns einen freien Willen, damit wir in der Lage sind, unsere Probleme selber auf die Reihe zu kriegen !!!

(Stellen sie sich einfach vor, ihre Zellen im Körper wüssten plötzlich nicht mehr, was sie zu tun hätten und sie müssten jeder einzelnen Zelle persönlich sagen, was sie doch bitteschön zu tun hat, damit ihr Laden "Körper" läuft.

Das wäre das Ende jeglicher höher entwickeltem Lebensform und wir würden uns auf dem Niveau von Einzellern wiederfinden.)